Thema: Polyneuropathie

petera

10.09.2012 um 09.10 | antworten und zitieren

 Beitrag #1

 

Erfahrungsbericht eines Patienten mit Polyneuropathie (PNP)

 

Aufenthalt vom 07.08.-24.08.2012 wegen PNP

in der Klinik am Steigerwald (nicht verwechseln mit Steigerwaldklinik).

 

Diese Zeilen schreibe ich, um Hilfesuchende zu ermutigen.

 

Allein auf weiter Flur. Neurologen und Orthopäden fanden keine Ursache und keine Therapie für mein Taubheitsempfinden an den Füßen. Die Diagnose lautete: PNP unklarer Genese. Untersuchungen wegen zu engem Spinalkanal, so dass der Nerv eingeengt sei oder die Durchblutungsmessung an den Beinen ergaben keine Auffälligkeiten. Diabetes und Alkohohl schieden auch aus. Man konnte mir nicht helfen. Selbsthilfe war angesagt. Ich suchte im Internet. Zwischen allerlei Ausleitungsmethoden wie „Chelat Therapie“ oder „Leberentgiftung nach Moritz“ nahm ich an, dass die „Klinik am Steigerwald“ eine gute Möglichkeit sein könnte.

 

Die Beschwerden begannen vor 5 Jahren am großen linken Zeh. Das Taubheitsgefühl breitete sich dann über die Fußsohle aus. Dann auch am rechten großen Zeh beginnend, schob sich die Taubheit hoch bis zum Unterschenkel. Meine motorischen Nerven waren nicht betroffen, sondern nur die sensorischen, so dass ich mit 73 noch gut laufen konnte. Ich spürte aber bereits eine Gangunsicherheit, ein Gefühl als hätte ich Watte unter den Füßen. Nach Wanderungen (ca.4 km) begannen die Fußsohlen zu brennen. Mir wurde klar, die Taubheit verschlimmert sich langsam aber stetig. Am Ende steht unausweichlich der Rollstuhl. Dieser Gedanke hat mich aufgeschreckt. Jetzt muss was passieren!

Mein Entschluss stand fest. Trotz Zweifel, die ich wegen der einzigen Internet- Info. hatte und ansonsten keine weiteren Referenzen vorlagen, fuhr ich los gen Gerolzhofen in den Steigerwald.

 

Gleich am Anreisetag, die Koffer noch in der Hand haltend, spricht mich Rudi (83) aus Köln an und fragt, ob ich auch wegen PNP komme. Ja. Eine Frau mit Rollator mischt sich ein, weil sie auch deswegen hier ist. Ich erfahre, dass beide nach ca. 1 Woche Behandlung wieder laufen konnten und das ziemlich schmerzfrei. Und sie liefen tatsächlich vor meinen Augen. Das hat mich förmlich umgehauen. Meine Zweifel waren verflogen. Es klingt wie ein kleines Wunder. Rudi läuft jetzt wieder größere Strecken ohne Gangunsicherheit.

Was er vorher vergebens über sich ergehen lassen musste - einfach schrecklich.

Sie müssen das Geschriebene nicht glauben. Nein. Sie können es aber jederzeit nachprüfen. In der Klinik am Steigerwald wird alles peinlichst genau und umfassend dokumentiert. In meinem Berufsleben habe ich viel mit Qualität und Prozessbeurteilungen zu tun gehabt. Die Klinik arbeitet seriös und erfolgreich.

Uneigennützig möchte ich denen Mut zusprechen, die vor ähnlichen Problemen stehen und für ihre Entscheidung dringend Hilfe und Informationen suchen.

Dennoch - eine Garantie auf Erfolg gibt es nirgendwo. Jeder Mensch ist anders.

 

Die veröffentlichten Studien der Klinik über Behandlungsergebnisse im Internet aber sind ermutigend.

Und nach Aussage des Chefarztes Herrn Dr. Schmincke werden bis zu einem halben Jahr nach der stationären Behandlung bei hartnäckigen Fällen immer weitere neu angepasste Dekokts (Sud aus Kräutern) und ev. auch Behandlungen

vorgenommen. Man bleibt mit seinem Arzt per Telefon in Kontakt.

Es gibt auch einen „Ambulanten Nachbehandlungsvertrag“, wenn man das will.

 

Erster Erfolg und das Ärzteteam

Als ich nach 4 Tagen Behandlung vor dem 7-9 köpfigen deutschen Ärzteteam der Klinik, die aller 3 Tage große Visite unter Leitung des Chefarztes abhalten, gefragt wurde wie mein Befinden sei, brachen alle Dämme in mir. Ich hatte erste Anzeichen der Besserung. An der li. Ferse, wo bislang beim Laufen etwas wie ein „Streichholz“ drückte im Schuh, als wäre der Strumpf zu einer Falte verrutscht, das war verschwunden. Ich hatte den Anfang geschafft. Unglaublich- aber wahr!

Jeden Tag besprach mein behandelnder Arzt ausgiebig viele Dinge mit mir. Stuhlgang (Geruch und Konsistenz), Wasserlassen, Schwitzen, Schmerzen, Blähungen, Puls abtasten, Zunge anschauen, Schlafstörung, sogar Trauminhalte werden besprochen. All das wird im Ärzteteam ausgewertet und dann der wirklich individuell zugeschnittene Dekokt und die anderen Behandlungen festgelegt. Jeder Patient profitiert so von der Erfahrung, dem Wissen des gesamten Teams. Darin sehe ich eine optimale Herangehensweise.

 

Beispiel eines Tagesplanes, der schriftlich für jeden Patient jeden Tag ausgereicht wird: (man wird an die Hand genommen, alle Örtlichkeiten wie Patientenbriefkasten, Küche, Panoramazimmer usw. werden am 1. Tag gezeigt)

8:00 Uhr Kneippsche Güsse (im Untergeschoß)

10:00 Uhr Arzttermin mit Akupunktur (in Ambulanz)

11:00 Uhr Leibwickel (im Patientenzimmer- sprich eigens Bett)

16:00 Uhr Körpertherapie (Massagen, auch Cranio Sacral)

18:00 Uhr Vortrag „ Ernährung“ oder „Fragestunde mit dem Chefarzt“

20:00 Uhr Blutdruckmessung und Puls tasten im Patientenzimmer

Frühstück ab 8:00, Mittag ab 12:00, Abendbrot 17:00 alles vegetarisch. Mir hat das sehr gut geschmeckt und war bekömmlich. Kein Hungergefühl, etwas Blähung vom Gemüse, 2kg abgenommen. Bis 16 Uhr Obst nach Bedarf (Bananen, Äpfel usw.)

Der Kern der Behandlung ist das Dekokt, der schluckweise über den Tag verteilt bis 17:00 aus der persönlichen Thermosflasche getrunken wird.

Mein Dekokt schmeckte auch ohne Zucker ganz manierlich wie ein Kräutertee.

 

Die Kräuter aus China werden eingangsseitig auf Qualität geprüft.

Jede Lieferung wird mit Prüfzertifikat vom Sebastian Kneipp Forschung- Labor für Rückstands- und Spurenanalytik, D-86825 Bad Wörishofen belegt. (Dr. Uwe Gasser, Leiter Herstellung u. Dr. Manfred Fischer Leiter Qualitätskontrolle und Rückstands- und Spurenanalytik Sachverständiger nach § 65 Abs. 4 AMG).

Die Prüfzertifikate habe ich mir genau angesehen in der hübschen kleinen Klinik-Apotheke, wo ca. 300 verschiedene, geprüfte Kräuter vorrätig gehalten werden.

Es gibt da keine Geheimnisse. Qualifiziert und seeehr! freundlich wird über alles Auskunft gegeben. Überhaupt wird man allerorts sehr freundlich bis liebevoll behandelt. Das halte ich für bemerkenswert, weil man sich vertrauensvoll ohne Skepsis für alle Therapiemaßnahmen öffnen kann und das auch unbedingt sollte.

Ich gebe zu, dass ist mir anfänglich nicht immer gelungen. Ich bin ein Zweifler.

Wir müssen loslassen können von Verkrampfungen, Hemmungen und Vorurteilen. So gelingt es viel besser, dass die Kräuter ihre heilende Wirkung in uns entfalten können. Der ganzheitliche Therapieansatz verlangt danach.

Wer viele Medikamente bisher einnehmen musste, der wird möglichst viele mit Vorsicht und ärztlicher Absprache absetzen können.

Die Klinikarbeit basiert auf Naturheilkunde. Tabletten zählen da eher nicht dazu.

 

Es gibt ein Buch von Dr. Christian Schmincke „Chinesische Medizin“ für die westliche Welt. 3. aktualisierte Auflage 2007 / Springer Verlag.

Darin erfährt man viel Neues über natürliche Heilverfahren, die mir bislang unbekannt waren. Auch in der Klinik für 20 € erhältlich.

Von Sigi Nesterenko gibt es speziell zu Polyneuropathie (PNP) ein Buch.

„So therapieren Sie Polyneuropathie ganzheitlich“. Rainer Bloch Verlag

 

Im Telegrammstil noch paar Hinweise

Die Klinik ist für Rollstuhlpatienten geeignet –eigener Laptopanschluss möglich - ausreichend Autoparkplatz - Telefon am Bett – auch nachts immer ein Arzt da – Klinik in Topwaldlage – gut zu wandern - Ruhe – auch vor Mücken, weil Fenster insektengeschützt – kleiner Zimmersafe für Geld und Wertsachen –Waschmaschine für Patienten - in der Ambulanz liegen Listen für TCM Ärzte und Apotheken, die nach der Behandlung ev. benötigt werden – viel Gespräche mit Leidensgenossen führen, man erfährt viel Nützliches - Prozedere für Kräuterbestellung nach der Behandlung in der Ambulanz oder beim Arzt genau erfragen – unbedingt zu Hause den verordneten Dekokt weiter trinken!

Geduld braucht’s und etwas guten Willen.

Was in vielen Jahren in uns an Unbrauchbarem angestaut wurde, kann nicht in wenigen Tagen abfließen. Der Ausleitungsprozess des inneren „Mülls und der Gifte“ verlangt ein Stück natürliche Zeit. Z.Bsp. die Mikrozirkulation des Blutes zu den Milliarden Zellen hin und wieder zurück zur erneuten Anreicherung und auch zur Ausscheidung hin ist ein sehr komplizierter Stoffwechselprozess. Vorhandene Blockaden, Stau oder „Rohrverstopfungen“ lösen sich nicht schlagartig von allein auf. Tablette rein und die Wirkung folgt auf den Fuß, das uns vertraute Prinzip funktioniert hier nicht. Hier werden neue Wege gegangen.

 

FazitDer Anfang zur Linderung der PNP wurde in der Klinik geschafft.

Jetzt trinke ich täglich meinen Dekokt weiter, den ich aller 4 Tage in 1 Stunde aufbereite. Die Dekokt-Nachbestellung per Anruf zur Klinik, die ein Rezept an eine ausgewählte Apotheke faxt, die schließlich die Lieferung vornimmt.

Wie lange ich den Dekokt einnehmen muss, kann ich derzeit nicht berichten.

Meine Besserungen kommen weiter voran. Ich betreibe meinen Sport bereits wieder wie eh und je. Die Fußsohlen brennen nicht mehr. Das Laufen macht wieder Freude. Besser konnte ich Zeit und Geld nicht investieren.

Die Taubheit der Kassen, solche Leistungen zu bezahlen, ist leider Tatsache.

Die Erfolge der Klinik aber werden diese geldgesteuerte Ignoranz besiegen.

Davon bin ich überzeugt - genau so davon, dass ich den Rollstuhl besiegt habe.

 

Dem gesamten Team der Klinik ein Großgeschriebens Danke !

 

Peter A. aus dem Erzgebirge        

 

 

Therapie nach den Leitsätzen der Chinesischen Medizin

Bei der Polyneuropathie ist die von der chinesischen Diagnostik geleitete Arzneitherapie mittels Dekokten aus chinesischen Rohdrogen wichtigste Behandlungsmethode. Da die chinesische Arzneitherapie im Vergleich zu konventionellen westlichen Therapien tendenziell mehr ursächlich als symptomatisch orientiert ist, müssen zahlreiche andere Faktoren in die alternative Therapie einbezogen werden. Vielleicht mögen sie für den Patienten nicht immer auf den ersten Blick nachvollziehbar erscheinen. weiterlesen


Die Dokumentations-Studie der Klinik am Steigerwald

Therapieerfolg und Nachhaltigkeit der Chinesischen Medizin bei Polyneuropathie bestätigt eine Dokumentations-Studie der Klinik am Steigerwald: 89 Prozent der Patienten profitierten auch noch zwei Jahre nach der Behandlung in der Klinik von der alternativen Therapie. So verbesserten sich bei 52 Prozent die Symptome nachhaltig, bei 37 Prozent der Patienten schritt die Polyneuropathie zumindest nicht weiter fort. weiterlesen


Das „überlaufende Fass“ der Polyneuropathie

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Patienten berichten

Polyneuropathie

Lehrerin, Jahrgang 1951

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