Krebspatienten häufig von Polyneuropathie betroffen

Polyneuropathie nach Chemotherapie

Die Entwicklung der Chemotherapie zur Behandlung von Krebserkrankungen ist für Patienten oft die einzige Rettung und damit wirklich ein Segen. Die hochdosierten Medikamente sollen das Krebswachstum stoppen. Doch oftmals greifen sie auch gesundes Gewebe wie Magen-Darm-Schleimhaut, Haarwurzeln und Knochenmark an. Nebenwirkungen in Form von Durchfall, Erbrechen, Haarausfall und Knochenschmerzen treten meist zeitnah zur Therapie auf und sind meist reversibel. Doch es gibt auch toxische Langzeitschäden der Krebstherapie wie Polyneuropathien. Mit ihnen haben Patienten noch zu kämpfen, wenn die Krebserkrankung selbst fast vergessen ist.

Die Chinesische Medizin bietet Patienten zweierlei Ansatzpunkte: Sie kann während der Krebstherapie durch ausleitende Verfahren Langzeitschäden eindämmen, diese aber auch gut behandeln. Polyneuropathien nach Chemotherapie beginnen meist schleichend mit allmählich aufkommenden Taubheitsgefühlen in den Füßen. Aber auch Kribbeln in Füßen und Beinen sowie quälende Schmerzen treten als Symptome auf. Zurück geht die Erkrankung auf eine Schädigung der Nervenbahnen. Oft stößt die Schulmedizin bei Polyneuropathie an ihre Grenzen, denn Medikamente lindern nur kurzzeitig Symptome, bekämpfen aber nicht die Krankheitsursachen. Im Gegensatz zur Schulmedizin hat die alternative Therapie aufgrund ihres anderen Krankheitsverständnisses bessere Möglichkeiten die Krankheitsursachen zu beschreiben. Aus Sicht der TCM ist sogenannter „Tan“ zentrale Ursache der Polyneuropathie. Der Begriff umschreibt beispielsweise giftige Substanzen, die ein kranker Organismus nicht mehr ausscheidet und so das Ernährungsmilieu auch den langen Nerven negativ beeinflusst. Mit spezifisch auf das individuelle Krankheitsbild angepassten chinesischen Arzneien, Akupunktur und Moxibustion, Tuina-Massagen, Qi Gong und Ernährungslehre gelingt es, diese Substanzen aus dem Körper zu leiten.

Vorbeugen ist besser als heilen: Wer Polyneuropathie vorbeugen will, sollte bereits während der Krebsbehandlung Maßnahmen ergreifen. Mit Chinesischen Arzneien lassen sich nicht nur Nebenwirkungen lindern, sondern auch die Funktion des Immunsystems und Stoffwechsels wiederaufbauen. Zudem vermögen einige Arzneien auch das Krebswachstum selbst zu beeinflussen.


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