Behandlung mit Chinesischer Arznei (Phytotherapie der TCM)

Erfahrungsbericht einer Patientin mit Polyneuropathie

 

Isolde Muskat-Besseling,
Lehrerin,
Jahrgang 1950

Seit dem Jahr 2000 hatte ich wechselnd starke, aber stetig zunehmende Beschwerden in Armen und Beinen: Schmerz, Taubheit, Bewegungseinschränkungen. Diagnose Polyneuropathie, Ursache unbekannt. Prognose fortschreitend. Heilung unmöglich. Schmerzmanagement.

Im Herbst 2006 war klar, dass etwas Neues geschehen sollte, denn mit dem besten Willen konnte ich meine Arbeit in der Schule nicht mehr "durchstehen". Immer deutlicher zog mich der Dauerschmerz in Richtung Depression. Tägliche Verschlechterung der Bewegungsfähigkeit in Armen und Beinen machten mir Angst vor der Zukunft.

Anfang Januar 07 war ich angekommen – in der Klinik am Steigerwald. Es war ein Montag und ich konnte nur schleppend und unsicher gehen, die Füße nicht mehr abrollen und war ständig in Gefahr, das Gleichgewicht zu verlieren und zu fallen. Am Samstag machte ich bereits einen 20-minütigen Gang, langsam zwar, aber immerhin, um die Klinik.

Ob es am "Zaubertrank" lag, an der Körpertherapie, an der Linsenkiste, am wohltuenden Essen. An den verständnisvollen freundlichen Ärzten, an meiner Zimmergenossin mit der passenden Wellenlänge. An der Ruhe, der neuen Hoffnung – vielleicht an der Kombination vieler Faktoren. Wunderheilung? Keine Spur.

Einerseits habe ich die Dekokte auf Anhieb vertragen, sie taten ihre erwünschte Wirkung, andererseits hatte ich Zeit, mich mit mir und meinem Innenleben zu beschäftigen. Ich habe mich auf alles eingelassen. Die ganzheitliche Sicht von Krankheit war mir vertraut. Ich habe angeknüpft an frühere Erfahrungen und mich mir selbst wieder wohlwollender zugewandt. Ich habe "ja" gesagt zu mir und meinen Schmerzen. Und ich bekam und bekomme immer noch Antworten, die der Kopf langsam zu verstehen beginnt. Es entsteht Klarheit, wie ich zu der Erkrankung beigetragen habe. Alte Traumatisierungen tauchen auf und erhalten so die Chance auf Zuwendung und Heilung. Neben der Begleitung durch die Klinik habe ich auch zu Hause die Unterstützung gefunden, die mir gut tut.

Es ist mein Weg, der wie alle Wege erst im Gehen entsteht: mit Auf und Ab, mit Hoffnung und Zweifel.

Nach drei Wochen Klinik und insgesamt 4 Monaten Pause "stand" ich wieder vor Klassen, hauptsächlich im Sitzen erst mal. Selbst auf einer Klassenfahrt habe ich inzwischen meine Frau "gestanden". Jetzt nach eineinhalb Jahren kann ich genussvoll eine Stunde spazieren gehen. Meine Schmerzen sind zahm, Arme und Beine gut beweglich, Blutdruck und Tinnitus im grünen Bereich.

In vielem bin ich gelassener geworden. Ich sehe mit offeneren Augen, Qi Gong-Übungen und aktive Meditationen helfen mir zu innerer Ruhe. Nicht zu vergessen: mein hin und wieder wechselnder Zaubertrank, den ich mit ebenso wechselnder Begeisterung koche, aber durch und durch genieße!

Vieles erlebe ich intensiver, lebendiger, dankbarer. Es ist so – die Erkrankung hat mich mal wieder "auf den Weg" gebracht. Ich habe wieder mehr "Boden unter den Füßen", im wahrsten Sinne.

Kürzlich war ich bei meinem Hausarzt, der auch mit Methoden der TCM arbeitet. Verwundert und erfreut, wie gut es mir jetzt geht, sagte er zum Abschied: "Ich wünsche Ihnen, dass es so bleibt."

Darauf ich: "Danke, aber lieber nicht. Es darf und kann noch besser werden." Das fand er dann auch.

*Isolde Muskat-Besseling ist bereit, mit Ihnen in Kontakt zu treten und Sie telefonisch und per Email zu beraten. Die Kontaktdaten erhalten Sie durch die Klinik am Steigerwald. Rufen Sie einfach an: 09382 / 949 203. Ihre Ansprechpartner sind dort Bettina Meinnert und Michael Brehm.